ZUR ÖTZIFUNDSTELLE AM TISENJOCH

Ötzi ist der bekannteste Tiroler seit Andreas Hofer. Im Jahre 1991 taute er hoch oben auf dem Tisenjoch (3.210 m) aus dem ewigen Eis auf.
Das Besondere, ja Einmalige an diesem Fund, ist der außergewöhnlich gute Erhaltungszustand der 5000 Jahre alten Mumie.
Mittlerweile liegt Ötzi in einer Hightech-Kühlzelle im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen.
 

Wanderung zur Ötzi-Fundstelle am Tisenjoch (3.210 m):

Lange, aber technisch einfache, durchgehend markierte Bergwanderung in großer Höhe. Als Tagestour sehr anstrengend, besser mit einer Übernachtung auf der Similaunhütte (3.019 m).

Wegverlauf:
Von Vent (1.896 m) auf kleinem Weg, die große Kehre des Fahrweges abkürzend, über die Hangschwelle an den Ausgang des Niedertals. Nun immer auf dem Fahrweg talein, vorbei am Hohlen Stein (2.050 m) zur flachen, wassereichen Senke des Kaser (2.150 m). An diesem von Legenden umwobenen Platz soll laut mündlicher Überlieferung das alte Vent gestanden haben. Heute steht dort eine kleine Kapelle; sie ist das Ziel von Pilgern und Wallfahrern. Dahinter weiter, etwas ermüdend zur Martin-Busch-Hütte (2.501 m). Am Abfluß des Niederjochferners entlang, später auf dem W-Rand des stark zurückgegangenen, hier harmlosen Niederjochferners zur Similaunhütte (3.019 m). Hier beginnt der markierte Steig über Schutt und durch Blockgelände zum Denkmal am Tisenjoch.

Gehzeit: 4 - 5 h zur Similaunhütte, Weiterweg zum Tisenjoch ca. 45 min., retour nach Vent 4 h


WANDERUNG ZUM HOHLEN STEIN

Der Hohle Stein bei Vent (2.050 m) ist eine Jäger- und Hirtenstation der Steinzeit (8. bis 4. Jahrtausend v.Chr.). Archäologische Ausgrabungen bei Vent machen klar, dass schon ab 8.000 v.Chr. die Region zu den Jagdrevieren der mittelsteinzeitlichen Wildbeuter gehörte.

Nach dem Fund des "Ötzi" stellte Dr. Leitner von der Universität Innsbruck weitere Untersuchungen an. Er wies nach, dass es noch andere steinzeitliche Jägerstationen im Ötztal z.B. am "Hohler Stein" im Niedertal bei Vent gab."Hohler Stein"- auf 2.050 m und nur 10 Kilometer Luftlinie von der Fundstelle des Mannes im Eis entfernt.

(Aus einer Veröffentlichung des Forschungsinstitutes für Alpine Vorzeit der Uni Innsbruck.)

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